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„I like Veggie!“ – die Blogparade

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Hallo ihr Lieben,
was haben Apfelchips mit diesem Betrag zu tun? Eigentlich nichts, außer dass sie vegan sind. Mir fehlte einfach ein passendes Bild, sorry.

An alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin Food-Redakteurin, Autorin und vegane Ernährungsberaterin in Berlin und kümmere mich in meiner Freizeit um Hund, Katze und Garten, in dem leckeres Obst und Gemüse für meine neuesten Rezeptkreationen wachsen. Seit nunmehr 2 1/2 Jahre lebe ich überwiegend vegan, das heißt, immer konsequenter, obwohl ich dieses Wort nicht mag. Denn genau das zeichnet den neuen Veganismus aus. Er ist nicht dogmatisch. Bei manchen ist „vegan werden“ ein Prozess, so auch bei mir. Gewohnheiten müssen sich langsam ändern, der Gaumen überzeugt sowie die Freunde und Familie mit ins Boot geholt werden. Also mein Tipp: Kein Stress! Beginne mit einem Tag in der Woche, einer Mahlzeit am Tag oder einem Besuch im veganen Restaurant – das reicht schon aus, um dich und den Planeten gesünder zu machen.

Wie vielfältig das Veggie-Life ist, kannst du bei der ersten grünen Blogparade entdecken unter dem Motto „I like Veggie!“

Wie ich zu einem veganen Leben gekommen bin? Nein, ich war vorher keine Vegetarierin. Ich habe Ende 2011 ein Interview und ein Covershooting mit Attila Hildmann für ein Print-Magazin gemacht. Er hat für uns seine legendären Spaghetti Bolognese gekocht und das Gespräch hat mich nachhaltig beeinflusst. Spontan habe ich einen Monat vegan gelebt und in der Zeit so viele positive und genussvolle Erfahrungen gemacht, dass ich dabei geblieben bin. Nach einem Burn-out musste ich meine Festanstellung als Redakteurin aufgeben, habe dann eine Pilgerwanderung an der Ostsee gemacht und darüber ein Buch geschrieben. Ich habe mein Leben komplett neu ausrichten müssen und den Veganismus in den Mittelpunkt meines Lebens gestellt. Mir fehlte damals der Sinn im Leben – und genau das gibt mir der Veganismus wieder. Ich leben nicht egoistisch, sondern tue etwas, für mich UND andere, die Tiere und die Umwelt.

Auf Instagram und über meinen Blog habe ich so viele liebe Menschen kennengelernt, die alle ein großes Herz und viel Kreativität mitbringen. Obwohl ich mich schon lange mit Essen beschäftige, habe ich noch nie so viel Ideenreichtum und spannende Genüsse entdeckt wie bei veganen Gerichten. Daher steht mein Blog auch für eine Mischung aus Gesundheit, Genuss und Gewissen. Und der gesundheitliche Aspekt ist nicht zu unterschätzen: Seit ich 16 bin, leide ich unter starker Migräne. In der Zeit meines Burn-outs hatte ich manchmal sieben Tage am Stück einen schmerzenden Kopf. Inzwischen ist die Migräne jedoch ganz verschwunden. Das hätte ich niemals für möglich gehalten. Weniger, da wäre ich schon froh gewesen. Aber ich bin sie los!

Mein Einkauf- und Kochverhalten hat sich komplett geändert. Ich esse sehr viele Nüsse und Samen. Sie passen ins Müsli, über Suppen, in Salate und Pfannengerichte. Ein Grüner Smoothie steht täglich auf dem Speiseplan. Hier kommt immer ein Teelöffel Leinsamen mit rein, um die nötigen Omega-3-Fettsäuren zu liefern. Ich habe zahlreiche Gläser und Dosen in der Küche stehen. Es sieht aus wie in einem Gemischtwarenladen. Getrocknete Cranberries, Sonnenblumenkerne, Sesam, Walnüsse, Erdnüsse, Chia-Samen, Haferkleie, Würzhefe, Hirse, gepopptes Amaranth, Quinoa uvm. – ich brauche nur zuzugreifen. Denn abwechslungsreich zu essen ist für den Veganer enorm wichtig.

Über die Zufuhr der meisten Vitamine braucht sich der Veganer keine Gedanken zu machen. Folsäure etwa kommt in veganer Kost reichlich und wahrscheinlich in höheren Mengen vor als in omnivorer Kost. Auch Vitamin C wird reichlich aufgenommen. Es hat antioxidative Eigenschaften und begünstigt die Aufnahme von Eisen. Auch Vitamin E wird von Veganern durchschnittlich mehr aufgenommen als von der Gesamtbevölkerung. Es gibt jedoch ein Vitamin, dass in veganer Kost nicht vorkommt: das Vitamin B12. Ich benutze zum Zähneputzen die Sante Vitamin-B12-Zahncreme. Das klappt prima. Und einmal im Jahr lasse ich meine Blutwerte checken – alles prima.

Meine 5 Tipps für den Nährstoff-Kick
1. Kochwasser von Gemüse aufbewahren und für Smoothies verwenden, da es wasserlösliche B-Vitamine enthält.
2. Kalzium wird nur in Verbindung mit Vitamin D aufgenommen, daher gilt: Ab in die Sonne!
3. Kartoffeln verlieren Vitamin C, wenn sie lange im Wasser liegen. Also immer direkt kochen!
4. Mit einem Proteingehalt von bis zu 18 Prozent ist Amaranth eine wahre Eiweißbombe unter den Getreiden.
5. Die meisten B-Vitamine stecken in Paranüssen, Walnüssen und Mandeln. Also gerne zugreifen!

So, hier noch Links zu den neuesten Rezepten:
Mandel-Ingwer-Parmesan
Rote-Bete-Eis mit dunkler Schokolade
Saftiger Mohnkranz

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Melanie,

    was für ein toller Artikel!! Ich denke auch, dass im Schritt für Schritt Verhalten man viel leichter dem veganen Leben näher kommt, als im Hau-Ruck-Verfahren. Ich versuche auch mehr und mehr mich vegan zu ernähren und in meiner Lebensweise ökologische Produkte einfließen zu lassen, so gut es geht. Tolle Tipps, die du am Ende noch aufgeführt hast. Vor allem der mit dem Kochwasser werde ich mal ausprobieren.

    Danke für deinen Artikel. =)

    Liebe Grüße,
    Karin

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  2. Pingback: Veggie - Wenn ein Thema Menschen berührt

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