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Eine himmlische Verführung

I love chocolate written on chalkboard, close-up

Es gibt sie zu jedem Fest. Egal ob Weihnachten, Ostern, Fasching oder am Geburtstag. Süßigkeiten sind bei Feierlichkeiten nicht wegzudenken. An dieser Stelle hat sich die Süßwarenindustrie eine Hochachtung verdient. In fast keinem anderen Bereich hat es ein Industriezweig geschafft, seine Produkte zu Festtagen besser zu etablieren als die Süßwarenindustrie. Doch das nur am Rande.

In meiner Kindheit gab es wenig bis gar keine Süßigkeiten. Meine Eltern haben immer besonders darauf geachtet, dass ich, was Süßigkeiten anbelangt, an der kurzen Leine gehalten wurde. Umso schöner waren die Besuche bei Oma & Opa. Ein Paradies an Süßigkeiten hat mich dort erwartet. Aus diesem Umstand heraus hat sich eventuell mein Hang zum tafelweisen Konsum von Schokolade entwickelt. Schließlich musste ich in weniger als einem Tag meinen Süßigkeitenbedarf bis zum nächsten Besuch meiner Großeltern decken.

Schokoladenspezialitten und KakaobohnenErfreulich war mein erster Nebenjob mit vierzehn. Mit dem Geld, das ich durch Zeitungen austragen verdient habe, gewann ich ein Stück Unabhängigkeit. Somit stand nichts mehr zwischen mir und den Süßigkeiten.

Die Tatsache, dass ich Schokolade tafelweise verputze, konnte ich nie ablegen und entgegen Studien, die belegen, dass der Konsum von Süßigkeiten im Alter abnimmt, trifft dieser Umstand nicht auf mich zu.

Mein Schritt zum Veganismus

Dennoch stand ich im Alter von siebzehn Jahren vor einer neuen Problematik. Ich begann mich mit dem Thema Tierschutz und Ernährung auseinanderzusetzen und schnell beschloss ich, dass ich mich nur mit einem veganen Lifestyle auf Dauer wohl fühlen würde. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, dass ich meine heiß geliebten Süßigkeiten, allen voran Schokolade, nicht mehr essen kann. Auf der Suche nach einer veganen Alternative zu Süßigkeiten sollte ich, wie so oft in der veganen Ernährung, überrascht werden. Heutzutage gibt es zahlreiche Anbieter wie GoMaxGo oder Zotter, die teilweise sogar namhafte Schokoriegel vegan neu interpretieren. Vor sieben Jahren war es noch gar nicht so einfach an vegane Süßigkeiten zu kommen.

Die faszinierende Welt der veganen Schokolade

Über ein Forum kam ich darauf, dass Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil meist vegan ist. Die Grundzutaten Kakaobutter, Zucker und Kakaomasse enthalten keine tierische Bestandteile. Erst durch die weitere Verarbeitung und unter Zugabe von Milch wird Schokolade zu dem Produkt, das wir im Supermarkt zu Genüge finden.

Da die vegane Szene in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch in der Gesellschaft gewonnen hat, sind auch namhafte Hersteller wie Ritter Sport darauf aufmerksam geworden und haben den veganen Markt für sich entdeckt. Heute gibt es unterschiedlichste Varianten von veganer Schokolade. Etwa auf Basis von Reisdrink, Buchweizen, Goldhirse oder Soja. Gerade bei Sojaschokolade ist meiner Meinung nach kein Unterschied zu herkömmlicher Vollmilchschokolade zu schmecken.

Suess GrafikNeben diesen Neuentdeckungen begann ich auch, mich für die Kakaobohne zu interessieren und stellte fest, dass es sich um ein sehr hochwertiges Naturprodukt handelt, das reich an Mineralien und Nährstoffen ist. So ist die Kakaobohne eine der größten Magnesiumquellen, die wir aus natürlichen Lebensmitteln gewinnen können. Die im Kakao enthaltenen Polyphenole sorgen dafür, dass unser gutes Cholesterin HDL erhöht wird. Diese Stoffe treten vor allem bei Schokoladen mit einem Kakaoanteil von 70 bis 80 % auf.

Doch all diese Tatsachen sind nur zweitrangig, wenn man bedenkt, dass vegane Schokolade einfach nur super lecker ist. Jedes Mal, wenn ich Schokolade bestelle, entdecke ich eine neue außergewöhnliche Sorte, die mich in den siebten Schokoladenhimmel schweben lässt. Und wer jetzt denkt, dass es sich bei veganen Süßigkeiten nur um Schokolade handelt, der täuscht sich enorm. Immer mehr vegane Leckereien, etwa Lakritze oder Kekse, kommen auf den Markt und so muss der Veganer von heute auch bei Süßem auf nichts mehr verzichten.

Vegane Gummibärchen ohne Gelatine

Gummibärchen sind nicht vegan? Dürfen Gummibärchen für Veganer etwa nicht die Form von Bären haben? Du magst dich wundern über solche Aussagen, doch ich wurde in der Tat mit solchen Fragen konfrontiert. Zunächst muss ich klar stellen, dass kein Veganer ein Problem mit der Bärenform hat. Vielmehr geht es um die verwendete Gelatine in den Fruchtgummis, die dafür sorgt, dass die geleeartige Form entsteht, die wir an Gummibärchen so schätzen.

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Doch Gelatine wird aus Knochen und Haut von Rindern und Schweinen gewonnen. Diese Tatsache wirft eingefleischte Menschen mit einer omnivoren Ernährung meist aus der Fassung. Doch es gibt auch Ersatzprodukte, welche die gleichen Eigenschaften von Gelatine besitzen und auf pflanzlicher Basis beruhen. Agar Agar beispielsweise ist ein pflanzliches Binde- und Geliermittel und wird aus Meeresalgen gewonnen. Viele Hersteller von veganen Fruchtgummis haben sich mit alternativen Geliermittel auseinandersetzt und leckere Gummibärchen auf den Markt gebracht.

Vegane Süßigkeiten für Allergiker

Vor allem Allergiker sollten bei veganen Süßigkeiten auf ihre Kosten kommen. Häufig sind Allergien und Intoleranzen auf tierische Bestandteile zurückzuführen. Menschen, die an einer Lakosteinteroleranz (dabei produziert der Körper keine Laktase, um den Milchzucker zu zersetzen), einer Kuhmilch-Eiweiß Allergie oder einer Hühnereiweiß-Allergie leiden, haben es mit herkömmlichen Süßigkeiten schwer. Um sich auch als Allergiker nach einem anstrengenden Tag mit etwas Süßem zu belohnen, kommen vegane Süßigkeiten wie gerufen. Bedingt durch den Verzicht auf tierische Produkte bleibt die allergische Reaktion aus und der Genuss kommt nicht zu kurz. Viele Onlineshops gehen noch einen Schritt weiter und bieten mittlerweile gesonderte Allergiefilter, bei denen man gezielt auswählen kann, welche Bestandteile man nicht verträgt.

Ich bin begeistert, wie lecker und vielfältig vegane Süßigkeiten sind und egal ob Veganer oder Nicht-Veganer, diese Produkte laden einfach zum Genießen ein. Ich bin mir sicher, dass wir auch noch in Zukunft gespannt sein dürfen, welche neuen Kreationen sich die Hersteller von veganen Süßigkeiten einfallen lassen.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    ich selbst bin keine Veganerin, aber mein Freund. Daher gibt es aber sehr oft halt vegane Produkte bei uns. Abends will man ja schon aus der selben Schüssel naschen 😉

    Ich kann dich da nur bestätigen. Die Sachen sind sehr lecker und stehen geschmacklich denen mit tierischen Inhaltsstoffen in nichts nach!

    VG

    Antworten

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