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Eine gelungene Dokumentation

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Endlich halte ich sie in meinen Händen: die DVD „LIVE and let LIVE“! Im vergangenen Jahr hatte Marc Pierschel aufgerufen, ihn auf Startnext über Crowdfunding zu unterstützen, um sein Projekt fertigzustellen. Ein Trailer war bereits zu sehen, in dem verschiedenste Menschen zu ihren Erfahrungen mit der veganen Lebensweise und ihren Gründen, die dazu führten, interviewt wurden. Es gab bereits ein paar Kinotermine, nun lag die DVD auch in meinem Briefkasten.

Mit Katze und Hund auf dem Sofa haben wir also gestern die Doku angesehen – und sind sehr angetan. In 80 Minuten kommen spannende und sympathische Menschen zu Wort: ein Bahnradprofi, ein Koch, der mal Metzger war, oder die Gründer eines Kuhaltersheimes. „Live and Let Live erzählt die Geschichten von sechs Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen dazu entschlossen haben, auf jegliche Tierprodukte zu verzichten und zeigt, wie diese Entscheidung ihr Leben verändert hat.“

Aber auch die wissenschaftlichen Fakten werden in all ihrer Bandbreite angesprochen. Zusammen mit Philosophen und Wissenschaftlern wird die Geschichte der veganen Bewegung nacherzählt, bis hin zu den gravierenden Problemen, die durch unsere heutige Lebensweise entstehen. Das alles wird ruhig, sachlich, sympathisch, verständlich, intelligent und fundiert vermittelt. Es ist keine reißerische Doku, die auf schockierende Bilder setzt. Dafür steht Aufklärung und Überzeugungskraft im Vordergrund. Ein Film, den man ruhig Freunden und Verwandten ans Herz legen kann, denn es gibt vieles, was wir ahnen, aber nicht wirklich wissen.

Meine liebsten Sätze kurz zusammengefasst:

„Wie hätten wir reagiert, wenn wir in einer Zeit gelebt hätten, in denen Menschen als Sklaven gehalten wurden?“

„Es gibt keinen Grund, ein Tier zu lieben und das andere auszubeuten.“

„Wenn jemand, der Gänsestopfleber in seinem Restaurant serviert hat, vegan werden kann, dann kann es jeder.“

„Die logische Konsequenz aus dem Vegetarismus ist der Veganismus.“

„Aktivismus ist die Miete, die wir zahlen, um auf diesem Planeten zu leben.“

„Wir sollen die Abschaffung der Ausbeutung verfolgen, nicht die Regulation der Ausbeutung.“

„Wir geben nur den Glaubenssystemen einen Namen, die wir nicht für normal halten oder die nicht in das vorherrschende System passen.“

„Ideologien der Gewalt benötigen bestimmte soziale und psychologische Abwehrmechanismen, um Menschen an diesen inhumanen Praktiken beteiligen zu können, ohne dass sie vollständig realisieren, was sie tun.“

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